Egal ob die Fassade neu verkleidet wird, der Dachstuhl ausgebaut wird oder die alte Ölheizung ersetzt wird. Alles kostet Geld. Sehr viel Geld. Um diese wertsteigernde Maßnahme zu finanzieren, empfiehlt sich ein Modernisierungskredit. Diese Art der Kredite dient dazu, das Haus auf den neusten Stand zu bringen. Sei es aus optischer oder aus ökologischer Sicht. Beim Modernisierungskredit zahlt sich die Investition doppelt aus: Auf der einen Seite erhöht sich der Wert der Immobilie und auf der anderen Seite steigt nach einer Renovierung das Wohlgefühl im Eigenheim.

Da Baufinanzierungen in der Regel erst ab 50’000 Euro gewährt werden, eignet sich der Kredit für die Modernisierung des Eigenheimes; sofern die Renovationskosten unter 50’000 Euro liegen. Wenn aber bereits ein bestehender Kredit mit der Bank besteht, empfiehlt es sich, die Summe zu erhöhen. Denn so verhindert man weitere Aufwände, die für einen Kredit nötig sind. Wichtig ist, dass man klar definiert, was zur Modernisierung der Immobilie beiträgt. So gilt ein Teppichwechsel nur als Renovation und nicht als Modernisierung und kann somit nicht über diese Art finanziert werden.

Ein klarer Vorteil dieses Kredits gegenüber einem vergleichbaren Darlehen wie etwa der klassischen Baufinanzierung liegt in der Zeit. Während man bei der Baufinanzierung längere Zeit warten muss, wird der Kredit für die Modernisierung der Immobilie bereits nach einigen Tagen gewährt. Zudem sind auch die Laufzeiten flexibler. Dies liegt daran, dass bei einer Kreditanfrage die Bürokratie im kleinen Rahmen gehalten wird. Den Anbietern genügen meistens die drei letzten Lohnabrechnungen und der Nachweis, dass die Immobilie im Besitz des Kreditnehmers ist, als Sicherheit. Somit entfällt bei einer Kreditanfrage der Nachweis des Eintrages im Grundbuchamt.

Wie bei jedem Kredit geht man auch hier ein Risiko der Verschuldung ein. Falls sich die finanzielle Lage drastisch verändert, kann der Kredit nach einer Laufzeit von sechs Monaten mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten gekündigt werden. Anders als bei der Baufinanzierung ist man nicht zur Zahlung der Vorfälligkeitsentschädigung verpflichtet. Die konstanten monatlichen Raten müssen aber unabhängig von der finanziellen Lage trotzdem getilgt werden.

Mit einem solchen Kredit das Eigenheim zu renovieren, ist gleich mehrfach sinnvoll. Auf der einen Seite wird der Wert der Immobilie beträchtlich gesteigert, auf der anderen Seite werden die Energiekosten gesenkt und für viele Modernisierungen gewährt der Staat Fördermittel.

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